Lokalsport

Glücklicher 1:0-Sieg für den 1. FC Germania

Ahmet Yildizadoymaz (links) ackerte wie kein Zweiter (hier gegen Jan Marquardt), spielte jedoch zu unpräzise wie sein gesamtes Team.

Egestorf (mh). Der 1. FC Germania Egestorf/Langreder hat sich nach zwei Unentschieden in Folge am gestrigen Sonntag seinen zweiten Saisonsieg erspielt. Gegen den Aufsteiger TSV Pattensen gelang der Ammerke-Elf ein knappes 1:0 (1:0).

Von „erspielt“ konnte allerdings lediglich in den ersten 15 Minuten die Rede sein. Der 1. FC Germania zeigte zu diesem Zeitpunkt seine beste Saisonleistung. Sämtliche Mannschaftsteile arbeiteten defensiv sehr konsequent, der TSV Pattensen wusste gar nicht, was mit ihm geschieht, so schnell und häufig verlor er den Ball gegen früh attackierende Gastgeber. Das Team um Spielertrainer Markus Küpper krönte diesen furiosen Start mit dem frühen Führungstor. Kapitän Ermin Vojnikovic legte eine Flanke von der Fünf-Meter-Kante mit dem Kopf zurück auf den Elfmeterpunkt, wo Igor Witczak (5.) die Kugel per Seitfallzieher ins Netz drosch.

Doch bereits nach knapp 25 Minuten war es vorbei mit der Herrlichkeit. Dem TSV P von Trainer Rüdiger Beilhardt gelang die Befreiung. Dies lag zu einem großen Teil daran, dass die Germanen längst nicht mehr so konzentriert verschoben und engagiert auf Pressing spielten. Zudem blieb das Angriffsspiel der Hausherren am gestrigen Nachmittag nur Stückwerk – zu unpräzise der letzte Pass, zu mangelhaft die Ballannahme. Vor der Pause scheiterte Vojnikovic im Eins-gegen-Eins am gut reagierenden TSV-Keeper Patrick Bürst (20.). Zu mehr reichte es nicht mehr.„Wir haben nach dem 1:0 nicht mehr stattgefunden“, ärgerte sich Küpper nach dem Spiel beim DLZ-Pressetalk. „Ich verstehe nicht, woran das lag, aber das ist zu wenig für unsere Ansprüche.“

Im 2. Abschnitt war der TSV wie verwandelt. Zeigte sich eine Besserung bereits zum Ende von Halbzeit 1, waren die Gäste nun viel mutiger, zielstrebiger und außerdem das klar bessere Team. „Wir haben in der 1. Hälfte nicht an uns geglaubt“, erklärte Beilhardt im DLZ-Talk. Nun lief der Ball aber fast nur noch in Richtung des Germania-Tores. Einziges Manko: Pattensen blieb im Abschluss zumeist harmlos. Nur einmal hatte Matthias Hüsam die große Möglichkeit zum Ausgleich. Diese allerdings gleich doppelt. Zunächst landete sein Kopfball aus drei Metern am Pfosten, dann kloppte er die Kugel aus derselben Position mehrere Meter über die Latte (61.). Chance vertan, denn in der letzten Viertelstunde dieser durch unzählige Fehlpässe beider Mannschaften geprägten Partie, erinnerte sich die Germania an die alte Fußballerweisheit, dass Angriff die beste Verteidigung ist. Als Mittel nutzten die Gastgeber nun den Konter, um nach langer Zeit wieder vor das TSV-Tor zu kommen. Noch zwei Mal wurde es kritisch für Pattensen. Vojnikovic scheiterte aus zwei Metern an Keeper Bürst (75.), und ein Heber vom durch Vojnikovic lang geschickten Maxi Hamann (89.) verfehlte das Tor nur knapp. Ein 2:0 wäre jedoch auch nicht verdient gewesen.

„Vom Ergebnis her bin ich ein wenig enttäuscht“, sagte TSV-Coach Beilhardt. „Mit der Leistung bin ich zufrieden. „Ich habe keine Ahnung, warum wir das Spiel nach dem guten Beginn abgegeben haben“, gab Küpper zu.

Germania: Bornschein; Jörn, Waldschmidt, Küpper, Probst (39. Dismer), Wulfkuhle (76. Kelle), Costa, Yildizadoymaz, Vojnikovic, Witczak (51. Hamann).

Artikel vom 29.08.2010 - 23.00 Uhr Leserbrief schreiben
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