Lokalsport
Erleichterung bei den HSG-Herren Wennigsen (eb). Zentnerschwere Felsbrocken dürften den Akteuren der HSG Wennigsen/Gehrden – allen voran Trainer „Bato“ Djurdjevic – vom Herzen gefallen sein, als die Schlusssirene ertönte. In einem grausamen Handballspiel hatten die Gastgeber letztendlich einen 26:24-Sieg ins Ziel gerettet. Ein enorm wichtiger Heimerfolg, denn nun bestehen wieder berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der Regionsoberliga.

Malte Krohn hatte neben dem überragenden HSG-Keeper Thomas Wagenlader maßgeblichen Anteil am Wennigser Erfolg. Mit einem taktischen Schachzug hatte Trainer „Bato“ Djurdjevic den Linksaußen in der 2. Halbzeit auch in die Deckung beordert, wo Krohn Neustadts Torjäger Wolf neutralisierte und gleichzeitig durch schnelle Gegenstöße sieben Treffer erzielte. Foto: Bratke
Zuvor gab es 60 Minuten lang Handball der Sorte „Pleiten, Pech und Pannen“ – und dies auf beiden Seiten. Einfachste, geradezu haarsträubende Fehler hüben wie drüben, die die wenigen Fans auf der Tribüne der KGS-Sporthalle oftmals mit einem bloßen Kopfschütteln quittierten. Wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, wenn nicht mit Thomas Wagenlader der überragende Akteur im HSG-Tor und damit in den Reihen des Siegers gestanden hätte. Er hielt seine Truppe mit bravourösen Paraden gleich mehrfach im Spiel. So wäre leicht ein klarer Sieg möglich gewesen, hätte die HSG-Offensive nicht immer wieder Topchancen fahrlässig ausgelassen.
Zur Chronologie des Spiels: Die HSG warf sich in Front, kassierte nach 15 Minuten den Ausgleich (6:6). Wenig später sah Torwart Markus Englitzky auf der Bank wegen eines unsportlichen Zurufs Rot. In der folge wuchs Wagenlader über sich hinaus, während seine Vorderleute dreimal nur das Holz trafen und zudem zwei Siebenmeter vergaben. Die folge war eine hauchdünne 11:10-Pausenführung. Nach dem Wechsel warfen sich die Hausherren bis zur 50. Minute mit 24:18 in Front – das kam einer Vorentscheidung gleich. Danach wurde der Vorsprung über die Runden gezittert.
„Gott sei Dank. Für die nächste Partie in Vinnhorst mache ich mir nicht viel Hoffnungen. Aber danach im Heimspiel gegen Berenbostel müssen wir nochmal punkten“, sagte Coach Djurdjevic.
HSG: Wagenlader, Englitzky; Nowakowski, Gunnar Höltje (3), Brosch, Weiß (1), Hohlfeld (3), Jeinsen (4), Sören Höltje (5), Kluska (2), Zehrfeld, Hecht (1), Krohn (7).