Wennigsen
Theaterkreis Degersen verzichtet auf „Volkstanz“Degersen (mi). Nach 20 Jahren hat es jetzt beim Theaterkreis Degersen eine umfangreiche „Runderneuerung“ gegeben. So wurde unter anderem der Name des Vereins geändert, und auch im Vorstand gibt es neue Gesichter. Außerdem gibt es mit der Freien Waldorfschule Sorsum einen neuen Aufführungsort und ein neues Stück ist auch in Arbeit.
„Volkstanz- und Theaterkreis“ nannte sich der Verein seit 20 Jahren. Doch die Volkstanzaktivitäten wurden schon vor einigen Jahren eingestellt. Man konzentrierte sich mehr auf die Bühnenarbeit und hat jetzt konsequenterweise auch den Namen geändert. Als „Theaterkreis Degersen“ (TKD) ist der Verein mittlerweile im Vereinsregister eingetragen.
Neu zusammengefunden hat sich der Vorstand. Vorsitzende ist nun Stefanie Ehrentraut, die Bernd Brandt abgelöst hat. Hilde Bormann bleibt stellvertretende Vorsitzende, übernimmt aber zusätzlich noch die Kasse. Klaus Kropp heißt der neue Schriftführer.
Das Ensemble des TKD wird weiterhin im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) Degersen proben, ihren Aufführungsort von dort aber nach Sorsum in die große Mehrzweckhalle der Freien Waldorfschule verlegen.
Vier neue Darsteller kann der TKD präsentieren – zwei weibliche und zwei männliche. Zwei davon sind bereits erfahren und haben bisher im Südstädter Kommödchen Hannover gespielt, die anderen beiden sind Newcomer. Als weitere Neuheit kündigt der Verein ein brandneues Boulevardstück mit dem Titel „Millionäre bevorzugt“ von Uschi Schilling an. Unter der Regie von Otto Böse hebt sich am Samstag, 16. Oktober um 19 Uhr zur Premiere der Vorhang in Sorsum und am Tag darauf noch einmal um 15.30 Uhr. Danach geht es zu jeweils zwei Aufführungen auf Tournee: Am 6./7. November in das DGH Ronnenberg und am 27./28. November nach Gehrden ins Castrum. Karten (Eintritt 8 Euro) sind ab sofort erhältlich über das Internet unter www.theaterkreis-degeren.de oder im Vorverkauf in Wennigsen („Das Buch“ und „Kaltebra“) sowie in Gehrden („Lesezeichen“).
Zum 20-jährigen Vereinsbestehen bewies am Samstagnachmittag das Kinder & Jugendtheater des TKD, dass die Nachwuchsarbeit im Verein nicht zu kurz kommt. Nach einer musikalischen Stunde mit flotten Melodien der Musikwerkstatt Wennigsen unter Leitung von Roland Weller startete der Höhepunkt des Sommerfestes. Fünf Schauspieleleven unter der Regie von Hilde Bormann zeigten in einem eindrucksvollen Einakter mit drei Szenen das 40-minütige Theaterstück „Eine unheimliche Nacht“ von Kurt Finke.
Vier junge Mädchen sind bei einer nächtlichen Wanderung im Wald in ein Unwetter geraten und haben sich verirrt. Sie finden Aufnahme in einem einsamen Haus. Das seltsame Verhalten des Gastgebers (Rieke Gosslar) versetzt die jungen Damen in Angst und Schrecken. Sie vermuten, bei einem Mörder Unterschlupf gefunden zu haben. Doch am anderen Morgen ist der Spuk und damit „Eine unheimliche Nacht“ vorbei. Der seltsame Gastgeber entpuppt sich als harmloser Jäger.
Doch nicht nur die fünf Protagonisten im Alter von elf und zwölf Jahren aus der „unheimlichen Nacht“ gehören zum Ensemble des TKD-Nachwuchses. „Insgesamt 13 Kinder und Jugendliche im Alter von elf bis 15 Jahren sind es“, betonte Hilde Bormann, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Sie kümmert sich um die Nachwuchsarbeit. Die Jugendlichen führten auch vier lustige Sketche auf.