Barsinghausen

„Wir werden häufig wie Fußabtreter behandelt“
Barsinghausen / Hannover (cek). „Es geht nicht nur ums Geld“, betonen Streikleiter Frank Marks aus Barsinghausen und seine Kollegen immer wieder. „Wir leisten eine Menge und werden häufig wie die Fußabtreter behandelt.“
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Rund 35 Angestellte des öffentlichen Diensts in Barsinghausen haben gestern in Hannover an dem eintägigen Warnstreik teilgenommen. Ver.di hatte die Mitglieder aus Niedersachsen zur Teilnahme aufgerufen, rund 15 000 Angestellte folgten dem Aufruf und versammelten sich auf den Opernplatz.

Von den rund 350 Angestellten im öffentlichen Dienst in Barsinghausen ist knapp ein Drittel gewerkschaftlich organisiert. Mit der Barsinghäuser Beteiligung zeigte sich Frank Marks zufrieden. Die Forderungen von ver.di sind: Lohnerhöhung um fünf Prozent bei den aktuellen Tarifverhandlungen, sinnvolle Fortschreibung der Altersteilzeit und Übernahmegarantie von Auszubildenden für mindestens 24 Monate nach der Ausbildung. Hauptredner der Kundgebung war ver.di-Chef Frank Bsirske, der den Demonstranten bei eisigem Wind Mut zusprach. Angesichts Milliardenhilfen für marode Banken könne keine Rede davon sein, dass kein Geld mehr da sei aufseiten der öffentlichen Hand. Besonders schlimm sei, dass je nach Berufsgruppe viele Mitglieder nicht mal das 65. Lebensjahr erreichen, ganz zu schweigen von Altersteilzeit.

Für die Gewerkschaftsvertreter ist das eine klare Folge von Ausbeutung. Hartmut Battermann und Heribert Wiesner aus der Druckerei der Verwaltung in Barsinghausen unterstützen die von der Gewerkschaft geforderten Punkte rundum. Zusammen mit Kollegen vom Baubetriebshof, mehreren Erzieherinnen aus den städtischen Kindergärten, Mitarbeitern vom Jobcenter und dem Hausmeister der Wilhelm- Stedler-Schule vertraten sie überzeugt ihre Interessen in Hannover.

Bis auf die Kitas, in denen überwiegend Notgruppen organisiert wurden, gab es nach Angaben von Reinhard Hoffmann, Leiter des Zentralen Dienstes, keine Ausfälle in der Verwaltung. Die nächste Verhandlungsrunde ist für morgen angesetzt, weitere Streiks sind vorerst nicht geplant.
Artikel vom 08.02.2010 - 23.00 Uhr Leserbrief schreiben

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