Barsinghausen
Neue Runde für den PflegestützpunktBarsinghausen (bri/jemi). Zähes Ringen um den Pflegestützpunkt Deister: Während die Region möchte, dass das Beratungsangebot von kommunalen Mitarbeitern in kommunalen Räumen angeboten wird, sind die Kommunen nicht bereit, eigenes Geld in das Projekt zu investieren.
Am kommenden Montag werden sich der Erste Stadtrat Marc Lahmann und Fachbereichsleiter Willi Rüßmann mit Vertretern der Region treffen. „Die Standpunkte sind bisher unverändert“, sagte Rüßmann. Er hoffe, dass das Gespräch neue Perspektiven bringe. „Wir sind natürlich auch im Gespräch mit den beteiligten Kommunen“, sagte er. Auch die anderen Städte und Gemeinden seien nicht bereit, den Pflegestützpunkt zu finanzieren. „Da die Beratung aufgrund des demografischen Wandels immer essenzieller wird, das Geld jedoch nicht unbegrenzt vorhanden ist, ist es wichtig, dass die Kommunen in der Region zusammenarbeiten“, erklärt Nils Meyer, Pressesprecher der Behörde. Die Region kümmere sich um die Koordination und verwalte das von den Kranken- und Pflegekassen bereitgestellte Geld. „Den Rest, wie notwendiges Personal, müssen die Kommunen dann allerdings selbst regeln“, so Meyer. In diesem Zusammenhang biete sich an, bereits bestehende Angebote einzubinden.
Der Pflegestützpunkt Deister ist ein Gemeinschaftsvorhaben der Kommunen Springe, Gehrden, Wennigsen, Ronnenberg und Barsinghausen. „Wir hatten von Anfang an vor, die Petrusgemeinde mit ihrer Pflegeberatung des Familienzentrums als Barsinghäuser Beitrag einzubringen“, erläuterte Lahmann im Mai die Pläne der Deisterstadt. Doch die Barsinghäuser Lösung stieß weder bei der Region noch bei den Pflegekassen auf Gegenliebe. Dort besteht man darauf, dass das Beratungsangebot von kommunalen Mitarbeitern in kommunalen Räumen geleistet wird. Nur so glaubt man, das Ziel verwirklichen zu können, eine unabhängige und fundierte Beratung zu gewährleisten.
Lahmann hatte erklärt, dass es ein Beratungsangebot in kommunalen Räumen durch kommunale Mitarbeiter in Barsinghausen nicht geben werde.