Barsinghausen
Investor unterzeichnet Kaufvertrag für Citycenter Barsinghausen (köp). Lange hat die Unternehmerfamilie Widdel einen Investor für ihre Problemimmobilie Citycenter in der Barsinghäuser Innenstadt gesucht. Seit gestern ist bekannt, dass ein Kaufvertrag unterzeichnet worden ist. Klaus Süggel vom Immobilienunternehmen Süggel bestätigte gestern telefonisch den Abschluss eines entsprechenden Dokuments über das Citycenter.
„Von einem vollzogenen Verkauf kann jedoch noch nicht die Rede sein“, sagte der Dortmunder Süggel, der gemeinsam mit seinem Sohn Lars als Vertragspartner auftritt. Dem Vernehmen nach beinhaltet der Kaufvertrag eine Reihe von Rücktrittsklauseln für den Fall, dass sich die ins Auge gefassten Planungen nicht realisieren lassen. Details über den Inhalt der betreffenden Vertragspassagen sind allerdings bisher nicht bekannt.
In der Vergangenheit hatte Unternehmer Friedhelm Widdel bei verschiedenen Gelegenheiten betont, dass potenzielle Investoren ihr Engagement von der Frage abhängig machen würden, ob es zu einer Ansiedlung eines Kaufland-Supermarktes auf der Halde komme. Zuletzt hatte Consulting-Manager Gunter Kuhse im Januar von einer Familie berichtet, die gewillt sei, 12 Millionen Euro zu investieren, falls Kaufland nicht gebaut wird. Ob der Supermarkt, für den mittlerweile ein gültiger Bebauungsplan besteht, auch für Vater und Sohn Süggel ein Hinderungsgrund sein könnte, war gestern nicht zu erfahren. Sollte der nun unterzeichnete Kaufvertrag über das Citycenter tatsächlich zum Tragen kommen, wäre damit ein Meilenstein bei den Bemühungen um eine städtebauliche Erneuerung der Barsinghäuser Innenstadt bewältigt. So bezeichneten die Stadtplaner Dieter Frenzel und Jörg Günther vom Büro „Argeplan“, die für die Stadt maßgeblich am neuen städtebaulichen Rahmenplan mit gewirkt haben, das Citycenter als einen der Punkte, „an dem Besucher der Innenstadt nicht gerade freundlich begrüßt würden.“