Barsinghausen

Drainage-System für Biogasanlage

Die Besucher schauen sich einen der Kontrollschächte an.

Landringhausen (sr). Auf der Baustelle der Biogasanlage ist bereits einiges zu sehen. Gestern am späten Nachmittag ließen sich Vertreter von Rat und Verwaltung auf dem Gelände in der Landringhäuser Feldmark informieren. Die Betreiber hatten in Absprache mit Bürgermeister Walter Zieseniß diesen Besichtigungstermin anberaumt, um Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen.

Erwartet wurden die Gäste von Marina Hettwer von der städtischen Bauverwaltung, die das Verfahren und den Zeitablauf von Bauantrag bis Baugenehmigung in Erinnerung rief. Einen Bauantrag für einen Güllebehälter habe es bereits 2006 gegeben. Eine Voranfrage für eine Biogasanlage hätten die Bauherren im Juli 2009 gestellt, so Marina Hettwer weiter. Alle notwendigen Prüfungen seien durch die Region Hannover gemacht worden. Die Anlage sei so von der Region als Genehmigungsbehörde genehmigt worden. Nach dem Eingang des Bauantrages im März dieses Jahres wurde die Genehmigung im Juli erteilt.

Für den Bau und den Betrieb der Anlage wurde die LA-BioEnergie GmbH & Co. KG gegründet. Anteilseigner sind die drei Landwirte Cord Blume, Wilfried Warneke und Arndt Haller. Sprecher der LA-BioEnergie ist der Landwirt Heinrich Blume. 18 verschiedene Betriebe sind am Bau der Biogasanlage beteiligt, die im November fertiggestellt sein soll.

Heinrich Blume hob gestern gegenüber den Rat- und Verwaltungsvertretern hervor, dass das etwa 5500 Quadratmeter große Gelände im Wasserschutzgebiet der Zone III liege. Von daher seien in enger Abstimmung mit der Region Hannover Wege gefunden worden, das Vorhaben zu realisieren. Alle erhöhten Anforderungen seien erfüllt worden. So seien alle Behälter oberirdisch angelegt. Die unterirdisch verlaufenden Rohre hätten einen doppelwandigen Aufbau und eine Leckerkennung.

Bauleiter Friedrich Hüper informierte über das Kanalnetz, durch das das Regenwasser in eine dafür vorgehaltene Anlage gepumpt wird. Schmutzwasser würde im Silo und dort entstehen, wo der Mais abgekippt werde. „Diese Flächen werden an ein Kanalsystem angeschlossen, die zu einem Schmutzwasserpumpwerk führen“, sagte der Diplom-Ingenieur. Heinrich Blume dazu: „Das Drainage-System mit den Kontrollschächten war von Anfang geplant.“ In der Vergangenheit sei beim Bau anderer Biogasanlagen darauf verzichtet worden.

Artikel vom 07.09.2010 - 23.00 Uhr Leserbrief schreiben
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