Barsinghausen

Deister-Freilicht-Bühne: Tickets bald im Internet

Barsinghausen (kad). „Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf dieser Saison“, sagt Harry Karasch, 1. Vorsitzender der Deister-Freilicht-Bühne, am Samstagabend nach der Aufführung des Familienstücks „Simba – König der Löwen“. Bislang hätten rund 17 500 Gäste die Vorstellungen der Bühne im Deister besucht, so Karasch. Rechnet man die kommenden Wintervorstellungen ein, werden es dieses Jahr wohl etwa 20 000 Besucher sein.

Zuerst die Einweihung des neuen Technikhauses, dann der riesige Erfolg von „Simba – König der Löwen“ mit durchschnittlich rund 900 Besuchern – hinter der Deister-Freilicht-Bühne liegt ein ereignis- und erfolgreiches Jahr.

Und damit nicht genug: Im kommenden Jahr gibt es die Freilichtbühne seit 80 Jahren. Aus diesem Anlass plant Harry Karasch, die Besucher über die Geschichte des Ensembles zu informieren. „Wir wollen in Schaukästen die Historie der Deister-Freilicht-Bühne in Wort und Bild darstellen“, so Karasch. Jeder Schaukasten deckt dann eine Zeitspanne von zehn Jahren ab. „Die kleine Ausstellung wird unter dem neuen Technikhaus montiert.“

Inzwischen ist die Deister-Freilicht-Bühne im 21. Jahrhundert angekommen. „Wir wollen unseren Besuchern im kommenden Jahr ermöglichen, ihre Tickets online im Internet vorzubestellen“, verspricht Karasch. Das Vorhaben, das bislang nur dem Vorstand bekannt ist, wird auf der jährlichen Spielersitzung am 12. September dem Ensemble vorgestellt.

„Es wird Zeit“, stellt Karasch fest. Schließlich sei es derzeit nur Gruppen ab 50 Personen möglich, Plätze zu reservieren. „Wenn dann Gäste ohne eine Reservierung sich spontan entscheiden, eine Vorstellung zu besuchen, blieben diesen Leuten oft nur Plätze in den hinteren Reihen.“ Sobald das Ticket-System installiert ist, kann im Internet jeder auf einen Blick sehen, welche Plätze bei welcher Vorstellung noch zu haben sind.

„Relativ viel Geld werden wir im kommenden in neue Lichttechnik investieren müssen“, sagt Karasch. Die alten Lampen seien teils bis zu 25 Jahre alt. „Auf der einen Seite ist bei den alten Scheinwerfern der Energiebedarf hoch und auf der anderen Seite die Lichtausbeute gering.“ Auch die Bühne soll noch attraktiver werden. „Wir möchten einige markante Bäume mit Effektscheinwerfern von unten anstrahlen.“

Licht soll auch zum Einsatz kommen, wenn es darum geht, die Sandsteinformation am hinteren Ende der Bühne effektvoller in Szene zu setzen. „Dafür müssen aber erst drei Nadelbäume gefällt werden, die sehr kopflastig sind und früher oder später umfallen werden“, so Karasch. Sturm Kyrill hatte die Baumriesen destabilisiert.

Artikel vom 05.09.2010 - 23.00 Uhr Leserbrief schreiben
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