Barsinghausen
Bizzybones: Ohne Netz und doppelten BodenVon Ernst-Richard Köper
Barsinghausen. Das ist Rock ’n’ Roll – standhaft weigern sich die vier Mitglieder der Bizzybones auch nur die kleinste Kleinigkeit aus ihrem Leben jenseits der Rockmusik preiszugeben. Es sind weder bürgerliche Namen in Erfahrung zu bringen, noch ob im Alltag Berufe ausgeübt werden, und wenn ja, welche. Für die vier Hannoveraner scheint es überhaupt nur ein Thema zu geben, über das sie bereit sind zu reden – ihren „High Risk Rock´n´Roll“. Doch über den muss man nicht reden, den muss man erlebt haben.
Wenn sich Mr. Beat Danger, Reverend Mayham, A. H. Fooler und Sänger Dr. Roc. Zorn auf den Rock´n´Roll-Highway begeben, dann nur mit voll durchgetretenem Gaspedal. Die Bremsen sind schon lange vor der Fahrt ausgebaut worden. Kick-Ass-Rock nennt man gemeinhin diese Spielweise – keine Schnörkel, kein Firlefanz, kein Kunstgetue, nur die reine Essenz.
Rockbands, die Kick-Ass spielen, gab es zu jeder Epoche. Doch ein Name fällt häufiger als alle anderen, wenn es um diese Stilrichtung geht – Ian „Lemmy“ Kilmister. Klar, dass seine Band „Motörhead“ auch bei den Bizzybones ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht. Aber Vorbilder sind eigentlich nicht die Sache der vier Hannoveraner Musiker. Die machen lieber ihr eigenes Ding.
Zu hören sein wird dieser vierstrahlige Düsenjet am Rock ’n’ Roll-Himmel am kommenden Samstag im Kulturzentrum Barsinghausen, denn dort geht der erste DLZ-Bandcontest über die Bühne. Publikum und Jury werden dann entscheiden, wie preiswürdig sie den „High Risk Rock´n´Roll“ der Bizzybones finden. Noch sind Karten im Vorverkauf in der DLZ-Geschäftsstelle und im KuBa zu haben.