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        <title>Deister-Leine-Zeitung - Kommentar</title>
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            <title>McAllisters Deal</title>
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            <description>Für David McAllister sind die ersten Wochen in der Staatskanzlei nicht schlecht gelaufen. Ein Rivale in der Union ist nicht in Sicht, die Arbeitslosigkeit sinkt, bei VW läuft der Absatz besser als erwartet, und zugleich ist McAllisters Landespartei dabei, in der Schulpolitik einstige ideologische Verkrampfungen rund um Gesamtschulen zu lockern. Welches Thema also kann den 39 Jahre jungen Regierungschef bekümmern, wenn er an die Zukunft denkt? Die richtige Antwort hat neun Buchstaben: Atomkraft.</description>
            <pubDate>Thu, 09 Sep 2010 19:24:16 +0200</pubDate>
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            <title>Überdrüssig</title>
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            <description>Michael M. Grüter</description>
            <pubDate>Thu, 09 Sep 2010 19:24:16 +0200</pubDate>
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            <title>Das Glück der Anderen</title>
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            <description>Geld stinkt nicht. Klar, wer die richtigen Lottozahlen angekreuzt hat, darf sich über seinen plötzlichen Reichtum freuen, ein Jahr lang sogar ohne Beteiligung des Finanzamtes. Und die vielen anderen Mitspieler, bei denen es wieder nicht geklappt hat, können sich zumindest damit trösten, dass ein erklecklicher Teil ihres Geldeinsatzes in soziale, kulturelle und sportliche Projekte fließt, also durchaus sinnvolle Verwendung findet. Sind die Richter des Europäischen Gerichtshofes nun Freunde des ungehemmten Glücksspiels, wenn sie das Lotterie-Monopol des deutschen Staates kippen und dem Wettmarkt mehr Wettbewerb verschaffen? Oder verderben sie das &amp;bdquo;saubere&amp;ldquo; staatliche Tippspiel, öffnen sie Tür und Tor für Lug und Betrug beim Pokern und Zocken in dunklen Hallen und auf dubiosen Internetseiten?</description>
            <pubDate>Thu, 09 Sep 2010 07:46:41 +0200</pubDate>
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            <title>Das Dilemma</title>
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            <description>Schlimm ist, was der verrückte Fundamentalist aus Florida plant, der sich am Samstag mit einer Koranverbrennung wichtig machen will. Noch schlimmer ist die Beachtung, die er findet: in den USA und weltweit. Den Pastor, um den es geht, kann eigentlich keiner ernst nehmen. Er steht für nichts und niemanden. Im Grunde müsste man ihn ignorieren. Er hat keine nennenswerte Gefolgschaft. Dennoch ist es ihm gelungen, den US-Oberkommandierenden in Afghanistan und die US-Außenministerin höchstpersönlich auf den Plan zu rufen. </description>
            <pubDate>Wed, 08 Sep 2010 18:15:05 +0200</pubDate>
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            <title>Bildung, Bildung, Bildung</title>
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            <description>Auf jeden Pisa-Schock und auf jeden OECD-Vergleich hat Deutschland bislang reflexartig reagiert: Man verspricht mehr Anstrengungen für die Zukunft der Kinder. In der Praxis jedoch bedeutet dies in erster Linie, dass der Druck wächst &amp;ndash; auf Schulen, Hochschulen und vor allem auf die Schüler. Sie müssen mehr lernen, in kürzerer Zeit und in volleren Klassen.</description>
            <pubDate>Tue, 07 Sep 2010 19:24:24 +0200</pubDate>
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            <title>Lücke für die EU</title>
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            <description>Es war gut gemeint. So wie der US-Präsident jedes Jahr in seiner &amp;bdquo;State of the Union&amp;ldquo;-Rede hat sich gestern erstmals EU-Kommissionschef José Manuel Barroso zur &amp;bdquo;Lage der Europäischen Union&amp;ldquo; an die Menschen gewandt. Barroso wollte ein Gefühl der Zusammengehörigkeit in der Krise schaffen, hinzu kam offenbar der Wunsch nach einem eigenen glanzvollen Auftritt. Das aber, man hätte es ahnen können, funktionierte nicht so recht.</description>
            <pubDate>Thu, 09 Sep 2010 07:46:39 +0200</pubDate>
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            <title>Zeichen der Härte</title>
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            <description>Keine Frage: Markus S. hat eine harte Strafe verdient. Als Dominik Brunner bereits am Boden lag und schützend die Hände vor den Kopf hielt, hat der damals 18-Jährige &amp;ndash; anders als sein Kumpel Sebastian &amp;ndash; weiter auf den Manager eingetreten, &amp;bdquo;kraftvoll und stampfend&amp;ldquo;, wie jetzt der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung ausführte. Und die Reuebekundungen vor Gericht waren alles andere als überzeugend. Ein Brief, den der Angeklagte aus seiner Zelle seinem Bruder schrieb, dokumentiert, dass Markus hofft, mit der Verfilmung seiner Gewalttat auch noch Geld zu verdienen: &amp;bdquo;Da fließen voll viele Gagen ein&amp;ldquo;, heißt es da. Aber war es Mord? Auch der Richter kommt nicht um die Feststellung herum, dass Brunner sich mit einem Faustschlag zur Wehr gesetzt und damit die Auseinandersetzung möglicherweise erst richtig angeheizt hat. Brunner ist dafür nicht zu kritisieren. Es bleibt vorbildlich, dass er sich vor die bedrohten Kinder gestellt hat, um deren Peiniger in ihre Schranken zu weisen. Dass diese durch die Gegenwehr in Rage gerieten, mindert Brunners Zivilcourage ebenfalls nicht. Doch andererseits ist damit unstrittig, dass an einem bestimmten Punkt bei Markus sämtliche Sicherungen durchgebrannt sind. Von einem kaltblütigen oder heimtückischen Mord kann daher sicher nicht die Rede sein. Überdies hätte sein Opfer die Schläge und Tritte mit einem gesunden Herzen vermutlich überlebt. Es drängt sich der Eindruck auf, dass das Gericht mit seinem harten Urteil ein Zeichen setzen wollte. Bayerns Innenminister spricht denn auch von einem &amp;bdquo;klaren Signal, dass wir brutale Gewalt nicht dulden&amp;ldquo;. Aufgabe eines Gerichts muss es aber sein, Recht zu sprechen &amp;ndash; unabhängig von allen populistischen Forderungen. Es wäre fatal, wenn Markus S. am Ende auch noch behaupten könnte, Opfer der Justiz zu sein.</description>
            <pubDate>Mon, 06 Sep 2010 18:14:38 +0200</pubDate>
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            <title>Ein Deal mit Tücken</title>
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            <description>Es war keine Frage des Ob, sondern nur noch eine des Wie. Die schwarz-gelbe Koalition hatte der Öffentlichkeit die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke vor der Wahl klar in Aussicht gestellt. Im Schnitt zwölf Jahre länger sollen die Atommeiler nun am Netz bleiben. Im Gegenzug sollen die regenerativen Energien stärker gefördert werden. Es ist der einzig greifbare gemeinsame Nenner einer Regierungsriege, die dringend einen Konsens brauchte &amp;ndash; und jetzt einen Deal mit vielen Tücken hinterließ. Immerhin: Es gibt keinen Ausstieg aus dem Ausstieg. Die Fristen allerdings sind in einigen Fällen so großzügig bemessen, dass Reaktoren wie das Kernkraftwerk Emsland in Lingen wohl bis zum Jahr 2034 am Netz bleiben. Vernünftig ist das Vorhaben, die Laufzeiten ans Alter der Reaktoren zu knüpfen. Sorgenkinder wie Biblis dürften wohl bald vom Netz gehen. Vernünftig ist es auch, an neue Sicherheitsstandards zu denken, die über jene hinausgehen, die zu Zeiten des rot-grünen Ausstiegsvertrags galten. Doch welche Standards künftig zu erfüllen sind, bleibt unklar.</description>
            <pubDate>Mon, 06 Sep 2010 19:29:55 +0200</pubDate>
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            <title>Dubioser Handel</title>
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            <description>Auf der Anklagebank sitzt das Land Niedersachsen nicht, denn der Fall, der gerade vor dem Oberlandesgericht Celle verhandelt wird, ist ein Zivilprozess. Aber im Zwielicht steht das Land Niedersachsen durchaus. Die Vorwürfe: Begünstigung von Hehlerei, Verschleierung, Verzögerung, versuchter Prozessbetrug. Das ist allerhand. Die Vorwürfe richten sich wohlgemerkt nicht gegen eine Privatperson, sondern gegen das Land, das Träger des Landesmuseums ist. Der Fall klingt wie das Exposé für einen Kriminalfilm: Im Jahr 1979 wird in Paris aus der Wohnung der Familie Modiano Ferrari di Valbona das Bild &amp;bdquo;Die Wunderheilung des zornigen Sohnes&amp;ldquo; gestohlen. Gemalt wurde es 1754 von Giovanni Battista Tiepolo. Geschätzter Wert heute: irgendwo im hohen sechsstelligen Bereich. Sechs Jahre nach dem Diebstahl kauft Meinhold Trudzinski, damals angestellt beim Landesmuseum, das Werk. Er kauft es von Madame Grati Baroni de Piqueras, einer angeblichen Kunsthändlerin. Sie gibt an, das Gemälde von einem gewissen Monsieur Girodeau gekauft zu haben. Der wiederum soll es ersteigert haben. Trudzinski, der Kunstkäufer aus Hannover, kaufte das Bild nicht für sich privat, sondern im öffentlichen Auftrag. Er kaufte es für das Land Niedersachsen. Und er zahlte dafür einen echten Schnäppchenpreis: 328 000 Mark sollen es gewesen sein. Als Trudzinski das Geschäft anbahnte, war er noch Stipendiat am Landesmuseum, später wird er Oberkustos. Das Geschäft mit dem Tiepolo scheint sich günstig auf seine Karriere ausgewirkt zu haben. Nach Hannover gelangt das Bild auf abenteuerliche Weise: Ein gewisser Wolfgang Gäfgen, freischaffender Künstler, schmuggelt es ins Land. Seriöse Ankaufspolitik eines seriösen Museums sieht anders aus. 2001 meldet sich der Anwalt der bestohlenen Familie in Hannover: Das Bild, sagt er, sei Diebesgut, rechtmäßiger Besitzer sei die Familie Modiano Ferrari di Valbona, das Landesmuseum solle das Bild zurückgeben. Und was geschieht? Erst mal gar nichts. Der Fall kommt vor Gericht. Das Verfahren zieht sich hin. 2007 fällt das Landgericht Hannover ein Urteil: Das Landesmuseum darf den Tiepolo behalten. Der Richter sagt, im Landesmuseum habe man nicht grob fahrlässig gehandelt, die Klage der Familie wird abgewiesen. Der Richter am Oberlandesgericht, wo der Fall jetzt verhandelt wird, scheint das anders zu sehen. Es kommt heraus, dass in Hannover über Jahre hinweg Tatsachen verschwiegen und verdreht worden sind. Die Gegenseite spricht von &amp;bdquo;versuchtem Prozessbetrug&amp;ldquo;. Am 17. September soll in Celle das Urteil gesprochen werden &amp;ndash; es ist gut möglich, dass der Tiepolo zurückgegeben werden muss.</description>
            <pubDate>Sun, 05 Sep 2010 18:36:07 +0200</pubDate>
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            <title>Spiel-Freude</title>
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            <description>Dieser Sommer ist sehr groß. Auch über dem Festspielsommer scheint die Sonne. Und an diesem Wochenende geht es richtig los: Bayreuth und Salzburg starten. Dass im Hintergrund dunkle Wolken aufziehen, sei nicht verschwiegen. Schon kürzt Schleswig-Holstein seine Zuschüsse zum renommierten Musikfestival und streicht seinen Beitrag zum Jazz Baltica Festival. Dass das 25. Schleswig-Holstein Musik Festival die Zuschüsse mehrfach wieder einspielt, imponiert den Politikern nicht.</description>
            <pubDate>Thu, 22 Jul 2010 17:01:03 +0200</pubDate>
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            <title>Von den Ostfriesen lernen</title>
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            <description>Über Jahrhunderte haben die Ostfriesen mutig ihre Freiheitsrechte verteidigt, sei es gegenüber Angreifern aus der Ferne, dem deutschen Kaiser oder den Hamburger Pfeffersäcken. Die Bewohner dieses einst unwirtlichen Küstenstreifens besitzen auch heute noch ihre spezielle Mentalität, ihre eigenen Traditionen und ihre besondere Sprache. An den Dorfplätzen und auf den Kaimauern flattert ihr Schwarz-Rot-Blau. Nach Oldenburg fährt man allenfalls mal zum Einkaufen. Und nach dem Studium &amp;bdquo;im Süden&amp;ldquo; kehren viele schnell in die Heimat zurück, sofern dort eine einigermaßen auskömmliche Arbeit zu finden ist. Da müsste es eigentlich nicht verwundern, wenn die Ostfriesen, über die der Rest der deutschen Republik so gerne Witze macht, eines Morgens auf ihre Unabhängigkeit pochen. Würde Niedersachsens Ministerpräsident McAllister dann seine Landespolizei für &amp;bdquo;Ordnung&amp;ldquo; sorgen lassen? Müssten Kanzlerin Merkel (gebürtige Hamburgerin!) und ihr Verteidigungsminister zu Guttenberg (aus München!) die Bundeswehr in Marsch setzen, um das Gefüge Deutschlands zusammenzuhalten?</description>
            <pubDate>Thu, 22 Jul 2010 17:55:44 +0200</pubDate>
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            <title>Zeit für Antworten</title>
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            <description>Werden die Laufzeiten der Atomkraftwerke in verlängert? Wenn ja, um wie viele Jahre? In dieser Frage dreht sich die Berliner Koalition im Kreis. Erst wurde monatelang auf ein ausstehendes Expertengutachten verwiesen. Nun liegt es vor &amp;ndash; doch Befürworter und Gegner längerer Laufzeiten innerhalb der Regierungsriege lesen jeweils genau das heraus, was sie schon immer für richtig hielten.</description>
            <pubDate>Thu, 02 Sep 2010 18:31:29 +0200</pubDate>
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